Tinnitus

Schätzungsweise leiden 10–15% der Menschen an Tinnitus. Lesen Sie hier mehr über Tinnitus, wie Sie ihn verhindern und was Sie dagegen tun können.
 
Was ist Tinnitus?
Tinnitus ist eine Form von Gehörschaden, bei dem Geräusche ohne vorhandene externe Geräuschquelle wahrgenommen werden. Tinnitus kann verschiedene Ursachen haben (von einem zu hohen Blutdruck bis hin zu Infektionskrankheiten). Außerdem kann es sich um eine Nebenwirkung von Medikamenten handeln. Meistens wird Tinnitus aber durch Lärm verursacht.
Ein Gehörschaden entsteht, wenn die Flimmerhärchen im Innenohr beschädigt werden. Dabei kann es sich um eine Folge des Älterwerdens und damit um natürlichen Verschleiß handeln. Aber Flimmerhärchen werden auch beschädigt, wenn die Ohren zu häufig lauten Geräuschen ausgesetzt sind. Wenn die Flimmerhärchen beschädigt sind, geben Sie keine Informationen mehr weiter, und Sie hören schlechter. Es können aber auch falsche Informationen wie Piep- oder Störgeräusche weitergegeben werden.

Lärm kann ab 80 dB schädlich sein. Die Flimmerhärchen werden durch den Schalldruck überlastet und zerstört. Das kann plötzlich passieren, wenn der Lärm sehr groß ist. Es geschieht aber auch, wenn Sie zu häufig oder zu lange lauten Geräuschen ausgesetzt sind.

Wie klingt Tinnitus und wie kann Tinnitus erkannt werden?
Die Geräusche, die Menschen mit Tinnitus hören, sind ganz unterschiedlich: von Piep- und Flöttönen bis hin zu Rauschen, Brummen und Klopfen.

Nach dem Besuch eines Konzerts hören viele Menschen ein Piepen in ihren Ohren. Dieses Piepen ist ein ernstes Warnzeichen, das anzeigt, dass ein Teil des Gehörs geschädigt wurde. Wenn dies zu häufig vorkommt, kann das Piepen chronisch werden. Dann handelt es sich um Tinnitus.

Wie kann man Tinnitus (und andere Formen von Gehörschäden) vermeiden?


Sie möchten Ihr Gehör so lange wie möglich erhalten, da Sie es für so viele Dinge benötigen. Wenn Sie ein paar Dinge beachten, können Sie Gehörschäden vermeiden.

  1. Gehen Sie sorgsam mit Ihrem Gehör um. Schützen Sie sich, indem Sie einen Gehörschutz tragen, wenn Sie laute Orte aufsuchen. Ein Gehörschutz kann in verschiedenen Situationen getragen werden, zum Beispiel bei Konzertbesuchen, beim Motorradfahren, auf der Baustelle oder am Arbeitsplatz.
  2. Achten Sie auf die Lautstärke, wenn Sie diese selber kontrollieren können. Stellen Sie beispielsweise bei Ihrem MP3-Player oder Smartphone einen Lautstärkebegrenzer ein. Dann können Sie davon ausgehen, dass Sie sicher hören.
  3. Messen = Wissen. Laden Sie sich eine Dezibel-App herunter. Liegt die Lautstärke über 80 dB? Dann verringern Sie sie.

Reagieren Sie rechtzeitig auf Gehörschäden.
Tinnitus geht häufig mit Gehörverlust einher. Machen Sie deshalb jedes Jahr einen (Online-)Gehörtest.
 
Hilfe bei Tinnitus – was können Sie tun?
Gehen Sie bei Tinnitusbeschwerden zuerst zu Ihrem Hausarzt. Der Hausarzt wird Ihre Ohren prüfen und Sie eventuell zu einem HNO-Arzt oder einen anderen Arzt überweisen. Der HNO-Arzt prüft, ob eine medizinische Behandlung möglich ist und kann Sie gegebenenfalls für eine audiologische Untersuchung, Beratung über Hilfsmittel und eine Tinnitus-Rehabilitation an ein Audiologisches Zentrum überweisen. Außerdem ist eine Überweisung möglich, wo Sie psychologisch und sozial betreut werden.

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